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Acoustic Finale 13

 
25.08.2010
Acoustic Song Contest im Scala
Wetzikon: 27. August 2010

Mit mädchenhaftem Charme zum klaren Sieg

Lina Button gewann kleines Acoustic-Finale
Lina Button
Wickelte ihr Publikum im Wetziker Scala um den Finger: Lina Button, unterstützt von ihrer Band. (Bild: im)

Das Niveau am kleinen Finale des Acoustic Song Contests in Wetzikon war hoch. Fünf Bands kämpften um die Gunst des Publikums und den Sieg.

Christian Zellweger

Am Ende weiss sie nicht so recht, warum jetzt gerade sie mit ihrer Band für das Siegerfoto posieren darf. «Ich habe beim Publikum wohl irgendwas getroffen», sagt Lina Button. Die zierliche junge Zürcherin ist soeben von den Zuschauern im Scala Wetzikon zur Siegerin des Acoustic Songcontest gewählt worden. Eindeutig. «Vielleicht, weil ich eine der wenigen Frauen hier bin.» Vielleicht aber auch, weil ihre Songs, die Spontaneität ihrer Band - welche einen neuen Song Buttons aus dem Stegreif zu begleiten wusste - und vor allem ihre warme, starke Stimme überzeugten. Gegen vier andere Bands hatte sich Lina Button mit ihren drei Mitmusikern durchgesetzt. Portulak und My Kung Fu aus Winterthur, Republic aus Gersau und Manolo Panic aus Wetzikon spielten um die Gunst des Publikums und um den Sieg. All diese Bands waren selbst schon einmal Sieger und konnten sich über 1000 Franken Preisgeld freuen.
Eine unter rund 150 Bewerbern

Die vierte Ausgabe des aktuellen Contests war das «kleine Finale» der Reihe. 15 Minuten hatte jede Band auch an diesem Abend Zeit, sich von der besten Seite zu zeigen, um möglichst oft auf den gelben Abstimmungszetteln vermerkt zu werden. So stark sich die Stile der Gruppen auch unterschieden, vom raffinierten Pop mit Geige von Portulak bis zu den minimalistisch-melancholischen Songs von My Kung Fu, eines war allen gemeinsam: Sie spielten akustisch, ohne elektronische Effekte. Mit ihrem Sieg hat sich Lina Button für den grossen Abschlussevent qualifiziert. Am 27. Oktober spielt sie gemeinsam mit acht anderen Gruppen in Uster um den Hauptpreis.
Manolo Panic auch ohne Sieg zufrieden

Ihre Konkurrenten wurden von einer Jury unter rund 150 Bewerbern ausgewählt. Der Band, die an diesem Anlass triumphiert, winken unter anderem ein Auftritt am Open Air Hoch Ybrig und eine Aufnahme ins Programm von Radio Zürisee. Die Lokalmatadoren Manolo Panic schafften es für einmal nicht zum Publikumsliebling. Enttäuscht sei man deswegen überhaupt nicht, sagt Sänger Ramon Margharitis. «Unsere Erwartungen wurden schon mit dem ersten Sieg übertroffen.» Man sei angetreten, um die neuen Songs im akustischen Gewand auszuprobieren. Margharitis gefällt das Resultat: «Ich bin begeistert.»
Ziel: Von der Musik leben können

Begeistern kann auch die bisherige Karriere der jungen Musiker. Sowohl als «The Noodles» wie auch als «Manolo Panic» konnten sie schon einige Erfolge feiern. Eben waren sie auf grosser Tournee in Polen und Deutschland. Als erste Schweizer Band erreichten sie am Emergenza - einem deutschen Band-Wettbewerb, für den sich gegen 2000 Bands beworben hatten - den 10. Platz. Bald stehen die Aufnahmen zum ersten Album an. «Bis dahin wollen wir unseren Sound noch unverkennbarer machen», sagt Margharitis. Das grosse Ziel: Einmal von der Musik leben können. «Für uns ist die Musik das Wichtigste - und ich kann gar nichts anderes.»
«Niveau war dieses Jahr hoch»

Die Veranstalter, Marisa und Walti Dux sind zufrieden mit ihrem Anlass. Schon zum elften Mal organisieren die umtriebigen Ustemer Kulturschaffenden den Acoustic Song Contest. «Es gibt so viele gute Bands in der Schweiz, die müssen einfach auf die Bühne», erklärt Marisa Dux das Ziel des Wettbewerbes. Der Publikumsaufmarsch werde von Anlass zu Anlass grösser. Auch an diesem Mittwochabend war das Scala voll. Für die Teilnehmer hat Dux nur lobende Worte übrig: «Das Niveau war dieses Jahr hoch und die Bands extrem sympathisch», sagt sie. Und genau das hat vielleicht den Sieg von Lina Button ausgemacht: Neben der hohen musikalischen Qualität half wohl auch ihr mädchenhafter Charme dabei, das Publikum um den Finger zu wickeln.

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Erschienen am Donnerstag, 27.05.2010 © «Der Zürcher Oberländer» / «Anzeiger von Uster» online